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Gesundheitstipps

Wer in den Senegal reist sollte sich vorab intensiv über Grundlagen von Gesundheit und Hygiene informieren (s. Verweise am Ende des Textes). Vor einer Reise sind zuerst die Jahreszeiten und die Region in die man reisen möchte zu berücksichtigen. So ist in der Regenzeit von Juni - September das Malaria-Risiko höher als in den übrigen Monaten. Gleichermaßen verhält es sich mit Reisen in den feuchteren Süden (Casamance) und Südosten (Tamba) wo das Malaria-Risiko höher ist als im trockeneren Norden. Impfvorschriften für Einreisende aus Europa gibt es nicht, wer aus Gelbfieber gefährdeten Ländern einreist (feucht-tropisches Afrika), muss eine Gelbfieberimpfbescheinigung vorweisen (gelbes internationales Impfbuch). Im Senegal sind Malaria-Medikamente zur Prophylaxe ohne Rezept in allen Apotheken erhältlich. Das Angebot ist allerdings auf den francophonen Markt zugeschnitten, d.h. nicht alle von deutschen Ärzten empfohlenen Medikamente sind verfügbar. Senegalesen gehen meist mit der Malaria wie wir Europäer mit der Grippe um. D.h. 2x im Jahr werden die Einheimischen von der Malaria heimgesucht, nach rascher Behandlung ist die Krankheit nach 1Woche ausgestanden. Viele Europäer, die regelmäßig in den Senegal reisen oder dort beruflich tätig sind bzw. leben, nehmen keine dauerhafte Prophylaxe, sind sich aber des Risikos meist bewusst. Falls eine Infektion vorliegt, sollte sofort das nächste Krankenhaus aufgesucht werden. In Dakar gibt es auch zahlreiche Privatkliniken, die perfekten europäischen Standard bieten.

Neben der Malaria sind besonders auf Hepatitis-, Diphterie-, Polio- und Tetanus-Vorsorgemaßnahmen zu achten. In den Vororten von Dakar sind in den letzten Jahren wieder Fälle von Cholera bekannt geworden. Auch gibt es einzelnes Auftreten von Tuberkulose. Konsequenterweise sollte man sich genau überlegen welches Wasser man trinkt (vorsicht: abgepacktes Wasser von der Strasse) und welche Speisen man von Strassenküchen zu sich nimmt. Das Leitungswasser im Senegal kann übrigens getrunken werden, wer allerdings einen empfindlichen Magen hat sollte auf Flaschenwasser zugreifen (1,5l Mineralwasser kosten ca. 400 CFA)

Viele Reisende klagen auch über Magenprobleme. Von deutschen Ärzten wird meist Imodium empfohlen, es gibt im Senegal aber ein vorzügliches Naturheilmittel - die Früchte vom Baobab-Baum (buye). Die gibt es als Pulver, als Speise-Eis und pur. Die Früchte sind vitaminreich, mineralstoffhaltig und antiseptisch. Man kann sie auf jedem senegalesischen Markt für etwas 25 CFA kaufen.

Anbei noch eine Auflistung verschiedener Malariamedikamente (kein Anspruch auf Vollständigkeit, der Kommetar gibt eine Sammlung persönlicher Erfahrungen und keine medizinische Empfehlungen wieder):

  • Falcimon Kit - Medikament des indischen Herstellers Cipla, gibt es abgestimmt nach Körpergewicht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. 3 Tage Behandlung. Das Medikament unter den Einheimischen, in jeder Apotheke erhältlich, eine Behandlung für Jugendliche kostet etwas 400 CFA. Wirkstoffkombination auf der Basis von Artesunate, Amodiaquine und Hydrochlorid (keine Profilaxe!)
  • Maloxine - Therapie mit einmaliger Einnahme, Wirkung soll 4 Wochen halten. In jeder Apotheke im Senegal erhältlich, ca. 600 CFA (kein Profilaxe Medikament!)
  • Lariam - Medikament, dass ursprünglich zur Behandlung gedacht war, wird nur einmal die
    Woche eingenommen, häufig Nebenwirkungen im psychosomatischen Bereich.
  • Resorchin/Paludrine - Kombi-Medikament, 2x am Tag Paludrine 1x pro Woche Resorchine, Nebenwirkungen eher gering. Im Senegal erhältlich (zur Profilaxe, kein Behandlungsmedikament)
  • Fansidar - schon älteres Medikamten, im Senegal erhältlich (zur Profilaxe, kein Behandlungsmedikament)
  • Halfan - Behandlungsmedikament, in Deutschland nicht zugelassen, problematisch bei Patienten mit Herzbeschwerden, im Senegal mit Rezept erhältlich. (keine Profilaxe!)
  • Savarine - Recht neues Prophylaxe-Medikament, in Deutschland nicht erhältlich, im Senegal kostet es etwa 7000 CFA, wird von senegalesischen Ärzten empflohlen (für Profilaxe geeignet, kein Behandlungsmedikament)
  • Malarone - Wirksames, in Deutschland zugelassenes Medikament zur Prophylaxe, leider sehr teuer. Im Senegal nicht erhältlich.
  • Arsumax - neues Medikament zur Behandlung von Malaria, wird von vielen Hilforganisationen bevorzugt und ist auf die Bedürfnisse der Bevölkerung in afrikanischen Ländern zugeschnitten. In Deutland ist es nicht erhältlich, im Senegal ohne Rezept in nahezu allen Apotheken.
  • Chinin - klassisches Behandlungsmedikament, nur unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden.

Anbei ein Link zur Universität München, die einen umfangreichen Reismedizinservice bereitgestellt haben:

http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/reiseziele/index.html

Ein weiterer Link mit Merkblättern über verschiedene tropische Krankheiten, u.a Malaria:

http://www.tropenreisemed.ch/merkblaetter_malaria.html

Private Website eines deutschen Arztes mit Tipps zur Prophylaxe und Wirkstoffbeschreibung:

http://hometown.aol.com/reisemed/med_y.htm

Empfehlung der WHO über Wirksame Malaria Behandlung: Download