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Parc National de Djoudj - Ein Vogelparadies in Westafrika
Artikel von Stefan Gärtner - stefan.gaertner@teranga.net
| Eingebettet in die ausufernden Arme des Senegal-Flusses
ist der Parc National de Djoudj ein Paradies für jeden
Ornitologen und Vogelfreund. Viele alte bekannte Arten, die
es während der kalten Jahreszeit in den Süden zieht,
kann man hier wiedertreffen. Doch neben den europäischen
Zugvögeln finden hier viele einheimische Arten ein reichhaltiges
Nahrungsangebot in dieser überwucherten Flusslandschaft.
Zu den "Stars" des Parc's gehören Flamingos, die in großen
Schwärmen Farbtupfer in der Landschaft bilden, Kormoranschwärme
und eine große Zahl an Pelikanen, die auf den Felsen
riesige Brutkolonien bilden, so sehr, dass sich ein
Guanoabbau schon fast wieder lohnen würde. Doch wir befinden
uns hier in einem der vier National- |
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parks des Senegals. Der Parc de Djoudj stellt
sozusagen die südliche Verlängerung der Banque d'Arquin
Mauretanien's dar, die ebenfall als Überwinterungsgebiet
für europäische Zugvögel dient. Neben der überwältigenden
Vogelwelt finden sich aber noch weitere interessante Tiere
im Parc de Djoudj. Ich selbst konnte Krokodile, Wasserschild-
kröten, Warzenschweine und Schakale beobachten. Bekannte
berichteten tagszuvor auch eine riesige Boa gesehen zu haben.
Abenteuerlich allein ist schon die Bootsfahrt auf den Flußarmen.
An einem zentralen Sammelpunkt stehen Pirogen bereit, die
den Besucher etwa 1,5 Stunden, in gemächlichen Tempo
durch einen Teppich von Wasserhyzinten schippern (Sonnenschutz
ist aus eigener, leidlicher Erfahrung unbedingt empfehlenswert!).
Vorher muss man sich allerdings |
| am Parkeingang ein Ticket für den Parkzutritt
und für die Bootsfahrt kaufen. Kann man diese
nicht vorweisen, so wird man am Bootanlegeplatz zurückgeschickt
und kann es dann eine Fahrt später wieder versuchen.
Der Preis pro Person (Eintritt und Bootsfahrt) liegt bei etwa
15 DM. Wie die Bootsfahrt, so ist auch die Anfahrt zum Parc
de Djoudj recht abenteuerlich. Man verlässt St. Louis
in Richtung Richard Toll und passiert die Universität
von St.Louis. Nach etwa 20-30 km verlässt man die Hauptstrasse
und biegt nach links (Norden) Richtung Senegal-Fluss ab. Die
nun bis zum Parkeingang (bestehend aus einem Hotel und
einem Campement) verlaufende Piste ist ein Wellblech feinster
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Art. Normale PKW's schlängeln sich deshalb
abseits der Piste in dem sandigeren Randstreifen und
der Böschungen entlang. Für den Reisenden gibt es
verschiedene Möglichkeiten in den Parc de Djoudj zu gelangen.
Am einfachsten ist es natürlich mit dem eigenen PKW oder
Geländewagen. Organisierte Touren gibt es aber auch von
St.Louis aus etwa von dem Hotel de la Poste. Die Preise für
so derartige Touren liegen bei ca. 40-50 DM (ca. 15000 CFA).
Nachteil dieser Touren ist, dass eine Mindest- anzahl an Interessenten
benötigt wird, um diese Touren durch zuführen.
Eine Alternative ist es, sich |
in St.Louis ein Taxi zu für eine halben Tag zu mieten. Dies
ist zwar etwas teurer, als die von Hotels organisierten Touren,
dafür ist man aber unabhängig vom Zustandekommen einer
Mindestanzahl an Interessenten. Die vierte Möglichkeit
ist mit dem Taxi Brousse bis zum Parkeingang zu fahren. Gegen
frühen Vormittag fahren etwa 1-2 Taxis vom Gare Routier in
St.Louis diese Richtung, mit etwas Verhandlungsgeschick überzeugt
man dann auch noch den Fahrer einen auch noch das letzte Stück
bis zur Bootsanlegestelle mitzunehmen. Ein Besuch im Djoudj ist
auf jedenfall ein Muß für jeden Senegal Aufenthalt
und eine bleibende Erinnnerung nicht zuletzt aufgrund der beeindruckenden
Tierwelt und der unvergleichlichen Landschaft.
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