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Wellenreiten - ein Trendsport in Dakar

Artikel von Stefan Gärtner -  stefan.gaertner@teranga.net

Rund um Dakar befinden sich einige der besten Wellenreit-Spots Westafrikas. Begünstigt durch die exponierte Lage der Halbinsel Cap-Vert ist Wellenreiten und Boogie-Boarden ganzjährige möglich. Auch wenn mal kein großer Swell an die Küste heranrollt gibt es einige Spots, die auch  bei Windwelle gut funktionieren. Vorteilhaft ist, dass fast alle Surf-Spots nur einige 100m oder wenige Kilometer voneinander entfernt liegen, so dass sich die Suche nach den optimalen Bedingungen recht einfach gestaltet. Für wenige CFA lassen sich die Spots nacheinander abklappern, von Quakam nach Virage kostet das Taxi etwa 1000 CFA (etwa 1,5 Euro). Die meisten Surfer gehen aber einfach zu Fuß. Die meisten Spots haben einen felsigen

Untergrund und je nach Jahreszeit schauen Felsblöcke mehr oder weniger stark aus den Sandstränden heraus. Es ist also geraten beim Wellenabreiten rechtzeitig den Absprung zu meistern und erneut rauszupaddeln. Je nach Windrichtung und - stärke ist auch eine Uferparallel verlaufende Strömung zu beachten.

Strömungen gibt es aber fast nur an den Spots östlich des Pointe des Almadies. Die Spots sind zu keiner Zeit überfüllt und notfalls bieten sich genug Ausweichmöglichkeiten. Faszinierend ist das hohe technische Können der Lokals, die meist aus dem Fischerort Ngor stammen. Die Surfszene setzt sich aus besagten Lokals sowie einigen französichen Militärs, Libanesen aus Dakar und Surftouristen zusammen. Es herrscht eine sehr lockere Atmosphäre. Die Lokals sind immer dankbar für Ersatzteile, alte Neos oder T-Shirts da dies eine der wenigen Möglichkeiten ist um das eigene Material zu reparieren oder ggf. auszutaschen. In Yoff Virage 5 Fußminuten vom Spot gibt es auch einen Surf-Shop - Tribal Surf Shop - die dortigen Preise orientieren sich aber am internationalem Niveau und sind deshalb für die

einheimischen Surfer nicht zu bezahlen. In Yoff finden sich auch zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten, wer sich vor Ort etwas suchen möchte, kann einfach die Jungs fragen, die z.B. am Virage die Strandbuden betreiben. Während man auf dem Wasser ist, gibt es mit am Strand zurückgelassenen Sachen normalerweise keine Probleme. Am Virage kann man auch die Strandbudenbetreiber bitten auf die Sachen aufzupassen. Lediglich in Ngor und auf der Isle de Ngor sollte man seine Sachen nicht unbeaufsichtigt am Strand lassen.

Mittlerweile hat sich um das Dorf Ngor eine richtige einheimische Surfszene etabliert, die sich in einer Association organisiert hat. Ziele sind Förderung des eigenen Surfnachwuchses (Material), Durchführung von Contests sowie freier Zugang zu den Spots. Vereinzelt gibt es hierbei Probleme besonders am Club Méd. Kurioserweise haben nur die einheimischen Surfer Schwierigkeiten, die europäischen Surftouristen werden nicht behelligt (Rassismus im eigenen Land!). Trotz mancher Unwegbarkeiten hält das die Jungs nicht vom rippen ab und das hohe surferische Niveau zeigt sich auch eindrucksvoll in den nachstehenden Bildern. Es ist in Europa schwer so viele exzellente Surfer an einem Spot zu finden wie hier in Dakar, was nicht zuletzt auch für die guten Bedingungen spricht.

Es gibt sogar einige Franzosen, die extra wegen des Surferns in den Senegal ausgwandert sind, einer davon, François, unterhält eine Surfschule und vermietet auch Anfängerbretter (Bic-Minimalibu). Seine Schule befindet sich an der Hauptstrasse mitten in Almadies.
Neben den Spots in Dakar kann man noch bei gutem Swell saubere Wellen in Toubab Diallow und in der Somone haben. Dies ist jedoch recht selten, so dass die TopSpots weiterhin direkt in Dakar liegen.

Weiter Infos findet Ihr auch unter www.wannasurf.com. Pantcho Surf Ngor LebouManI LebouManII Surf4all.net-Somone

Wasserfront Yoff-Virage

Kids in Secret

In der ersten Reihe, Strandbars am Virage

Virage

On se prepare... Le Virage

Quakam, der Kultspot heute ohne Swell und ohne Tubes

Nach der Surfsession ein kaltes Bier bei Leah

Paco vermietet Surf- und Boogie-Boards

Restaurant Keur Fatou am Secret

Club Méd bei wenig Swell

Club Méd

Club Méd

Club Méd

On the rocks... Club Méd

Der Nachwuchs - Kids am Secret

Secret

Omar Seye - Frontside Air - Secret

Omar Seye - Frontside of the Lip - Secret

Secret

Secret - Frontside Cutback

Secret - Backside

Secret - No Fear...